Mons Beati Petri
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Ausgrabungsstätte soll unter Leitung von IG Petersberg touristisch erschlossen werden.

Zwischen Gau-Odernheim und Bechtolsheim erhebt sich die Hügelkuppe des Petersbergs in 246 Metern. Hier wurde bereits im 10. Jahrhundert eine Kirche im Stil einer dreischiffigen Basilika erbaut, die dann im 30-jährigen Krieg zerstört wurde.

1947 grub Professor Dr. Friedrich Behn, der erste Landesarchäologe der Nachkriegszeit, die Überreste der Kirche zusammen mit Archäologiestudenten der Uni Mainz aus und zeigte sich überaus beeindruckt. Denn die Peterskirche ist mit ihrer besonderen Krypta-Architektur, die man sonst nur in Mittelitalien findet, einmalig in Rheinhessen.

Infotafeln und Steinnachbildungen

Dies erkannte auch der Archäologe Dr. Jens Dolata von der Direktion Landesarchäologie Mainz bei der Durchsicht der alten Grabungsunterlagen und hat daher Dr. Behns Forschungen weitergeführt. Er sorgte vor kurzem dafür, dass die in den 1950er Jahren vom Dolgesheimer Pfarrer sichergestellten skulpturierten Bausteine der Peterskirche ins Mainzer Magazin überführt werden konnten, um die Kirche mit deren Hilfe noch genauer erforschen zu können.

Da wundert es nicht, dass die Ausgrabungsstätte nun auch touristisch erschlossen werden soll. Dies übernimmt federführend die IG Petersberg, der auch Dr. Dolata als Vertreter Bechtolsheims, Vertreter der anderen angrenzenden Gemeinden sowie die VG Alzey-Land angehören. Die Forschungsergebnisse werden direkt auf dem Petersberg auf Infotafeln den Besuchern zugänglich gemacht.

Da die originalen Steine zu wertvoll sind, um sie an ihre Fundstätte zurückzubringen, erwägt man auch hochwertige Nachbildungen, etwa der Halbsäulenbasen, von einem Steinmetz im Rahmen der denkmalgerechten Wiederherstellung des Krypta-Bereichs anfertigen zu lassen. -nh

 

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