Lage und Umgebung
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Kloster
Nördlich des alten Ortskernes in Richtung der Selz befand sich das Dorf Gommersheim (andere Schreibweise: Gummersheim). Dieses wurde im 12. Jahrhundert aufgegeben, die Bewohner siedelten nach Odernheim oder Bechtolsheim um. Im Jahre 1146 gründete Graf Ludwig von Arnstein in der  Gemarkung Gommersheims ein Prämonstratenserinnenkloster. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1565 aufgelöst, sein umfangreicher Landbesitz durch eine „Schaffnerei“ verwaltet. In napoleonischer Zeit wurde der Besitz enteignet und zugunsten der Staatskasse versteigert.


Odernheim vom Petersberg aus gesehen um 1840, links: „Wingertsheisje“ am Herrgottspfad

Herrgottspfad
Dieser steile Weg windet sich auf Gau-Odernheimer Seite aus der Ortslage bis auf den Petersberg. Er trägt seinen Namen aufgrund der Prozessionen, die seit Jahrhunderten an kirchlichen Festtagen auf den Berggipfel führen.


Klostermühle
Zum Kloster Gommersheim gehörte seit dem 12. Jahrhundert auch die sog. „Klostermühle“. Diese war deutlich älter als die anderen beiden Wassermühlen in der Gemarkung, die Stegmühle und die Schwabenmühle (heute Königsmühle). Die Klostermühle lag an einem von der Selz abzweigenden Mühlgraben in der Verlängerung der heutigen Poststraße/Ecke Klosterweg. Der Mühlenbetrieb wurde Ende des 19. Jahrhunderts eingestellt.

Probstei Petersberg
Die Kirche auf dem Petersberg lag ab 1146 in der Zuständigkeit des Klosters Gommersheim. Dieses stellte einen Kaplan oder Probst, der die Bergkirche betreute. Er sorgte für die Abhaltung von Gottesdiensten, Messen und Jahresgedächtnissen für das Seelenheil von Verstorbenen. Die hierdurch erlösten Spenden und Stiftungen schufen im Laufe der Jahrhunderte einen größeren Vermögens- und Grundbesitz zugunsten Gommersheims bzw. des  Mutterklosters Arnstein.